28 Gründonnerstag – Das Vermächtnis

1.    Predigttexte

I:   1Kor 11,23-26
II:  2Mo 12,1-4.6-8.10-14
III: Mt 26,17-30
IV: 1Kor 10,16-17
V: Lk 22,39-46
VI: Joh 13,1-15 (34-35)

.   alt – III:  Mk 14,17-26

.          VI: Hebr 2,10-18

2.    Wochenspruch

o    Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Gott. (Ps 111,4)

3.    Was ist das Besondere dieses Sonntags im Kirchenjahr?

o    Am Gründonnerstag wurden ehemals die zu Beginn der Fastenzeit ausgeschlossenen Sünder nach entsprechenden Bußhandlungen wieder in die Gemeinde aufgenommen. Von diesem Geschehen her mag der Name entstanden sein („Greindonnerstag“ vom „Greinen“ der Sünder, von ihrem „Weinen“ her gedeutet). Eine Verbindung mit der Farbe Grün herzustellen scheint weniger sinnvoll.

o    Der Gründonnerstag hebt sich aus dem Ganzen der Heiligen Woche heraus durch verschieden äußere und innere Elemente; er ist gewissermaßen Höhepunkt und Tiefpunkt zugleich, da er einerseits bestimmt wird durch die Sorge des Heilands um seine Gemeinde, indem er ihr das Heilige Abendmahl Vermächtnis stiftet, und andererseits durch das von tiefster Verzagtheit erfüllte Gebet in Gethsemane.

o    Die liturgische Farbe des Gründonnerstag ist Weiß. Dies erklärt sich daraus, dass die Kirche an diesem Tag zurückblickt auf die Geburt des Herrn. Nun ist er im Begriff, zum Vater zurückzukehren, und lässt als Zeichen seiner Gegenwart den Kelch seines Blutes zurück, weswegen auch die frühere Bezeichnung des Gründonnerstags „Geburtstag des Kelches“ lautete. Wenn wir so an den Geburtstag des Herrn denken, wird uns deutlich, dass wir ihn bei jedem Abendmahl neu feiern, dass in diesem Mahl nicht nur das Kreuz gegenwärtig ist, sondern auch das neue Leben, das uns in Jesus Christus geschenkt ist.

o    In vielen Gemeinden ist es üblich, nach der Feier des Abendmahls den Altar gänzlich abzuräumen. Dies hatte ursprünglich einen ganz praktischen Sinn: Der Altar wurde nur zur Feier der Eucharistie mit einem Altartuch geschmückt. Heute wird diese Handlung dahin gedeutet, dass sie die Nacktheit Christi am Kreuz symbolisiert.

o    Dass die Orgel nach dieser Feier bis zum Erklingen des Liedes Christ ist erstanden (EG 99) in der Osternacht schweigt, will etwas vermitteln von der Verlassenheit Jesu, die er in Gethsemane und am Kreuz erfährt. (www.daskirchenjahr.de/)

4.    Platz für Anmerkungen

http://www.sibirjak.de/gruendonnerstag/

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